Hier berät der Chef persönlich

Bei der Beratung überlässt unser Chef nichts dem Zufall - und schon gar nichts jemand Anderem. Hinter den Beratungsdienstleistungen steckt zu 100% Stefan Mellenthin. Um Ihnen einen kleinen Eindruck von ihm zu geben, wurde ein kurzes Interview geführt.

Im Interview befragte Norbert Glaab den Unternehmensberater Stefan Mellenthin nach seiner Einzigartigkeit, die ihn aus dem Pool der Unternehmensberater herausblitzen lässt.

 

Frage: Herr Mellenthin, Unternehmensberatungen gibt es viele. Was hebt Ihr Unternehmen heraus, oder anders gefragt – was macht Sie einzigartig?

 

Antwort: Interessante Frage gleich zum Einstieg. Es stimmt schon, Beratungsunternehmen gibt es viele und die Frage nach der Einzigartigkeit stellt sich ja nicht nur für Beratungsdienstleister sondern für jedes Unternehmen. Aber um die Frage zu beantworten – was uns einzigartig macht ist unser Beratungsansatz. Wir sehen in jedem Unternehmen, in jedem Mitarbeiter etwas Einzigartiges und unsere Arbeit in den Unternehmen hat sehr viel damit zu tun, dieses Besondere und Einzigartige herauszuarbeiten. Diesen Prozess der „Selbstfindung“ stoßen wir an und begleiten ihn.

Frage:Wie verstehen sie dieses begleiten?

 

Antwort: Begleiten heißt für uns, dass mit dieser „Entdeckung der Einzigartigkeit“ die Arbeit ja noch lange nicht abgeschlossen ist. Aus den Erkenntnissen muss sich ja dann noch etwas entwickeln. Man spricht dann sehr schnell von einer Unternehmensphilosophie oder einer Unternehmenskultur. Diese Vision muss dann intern umgesetzt und mit Leben erfüllt werden – strahlt dann aber zwangsläufig auch nach außen und gibt dem Unternehmen ein gewisses Image. Und schließlich gilt es ja, aus der Unternehmenskultur auch eine gewisse Strategie für die Unternehmens- und Personalführung und auch für die vertriebliche Orientierung abzuleiten.

Frage: Wenn Sie in ein Unternehmen kommen, haben Sie dann die Strategie schon fertig in der Tasche?

 

Antwort: Die Erfahrung hat mit gezeigt, dass vorgefertigte Strukturen und Strategien in der Regel nicht funktionieren. Es wäre ja auch ein glatter Widerspruch – ich kann nicht einerseits von Einzigartigkeit sprechen wenn es um Unternehmen und Mitarbeiter geht, und andererseits mit einer vorgefertigten Strategie zu meinem Kunden kommen. In der Arbeit beim Kunden steht die Ausschöpfung von Potentialen im Vordergrund. Wir wollen den Mitarbeiter mit seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen fordern und fördern. Wir kommen mit einem weißen Blatt Papier zum Kunden, mit Leben erfüllt wird dieses Blatt Papier dann von den Mitarbeitern und Führungskräften – wir setzen mit unserer Beratung hier die richtigen Impulse, dass dieses Bild was dort entsteht eine runde und harmonische Sache wird.

Frage: Nochmal zurück zur Begleitung – kann ich mir Begleitung so vorstellen, wie wenn jemand das erste Mal taucht und ich ihn führe und begleite auf diesem ersten Tauchgang?

 

Antwort: Ein interessantes Beispiel – aber ich würde da noch viel weiter vorne ansetzen. Der erste Tauchgang ist mir da schon fast zu weit. Zu Beginn möchte ich den Mitarbeitern erst einmal aufzeigen, dass sie sich auf die Sauerstoffflasche und auf Ihre Tauchermaske, also auf ihre Ausrüstung  verlassen können. Jeder Mensch hat diese Ausrüstung mitbekommen, auch hier wieder – das sind seine Fähigkeiten und Begabungen, auf die er sich verlassen kann und deren richtigen und effektiven Gebrauch auch trainierbar ist.

Frage: Sie sind nun sehr stark vertrieblich orientiert in Ihren Beratungen – was können Sie uns zu den Begriffen „leistungsbezogen“ und „zielorientiert“ sagen.

 

Antwort: Beide Begriffe sind aus der vertrieblichen Sprache nicht mehr wegzudenken. Aber fragen Sie mal Vertriebsmitarbeiter, was diese Begriffe bei ihnen für Gefühle auslösen. Die sind nicht immer so positiv. Ich finde, die Unternehmen sollten wegkommen von dieser reinen Bemessung an Zielen und Vorgaben, an Umsatz und Marge. Es ist nicht angenehm immer nur an nackten Zahlen gemessen zu werden, denn das erzeugt Druck. Leistungsbezogen kann in meiner Vorstellung auch heißen, dass ein Mitarbeiter daran gemessen wird, inwieweit er seine Fähigkeiten zum Wohle des Unternehmens einsetzt und inwieweit er innerhalb der Wertevorstellung des Unternehmens handelt.

 

Die Zielorientierung kommt dann fast schon automatisch,  denn wenn der Mitarbeiter seine Einzigartigkeit ausleben kann macht ihm die Arbeit Freude und der Erfolg wird sich fast wie von selber einstellen. Wichtig hierbei ist, dass aus erkannten Fähigkeiten auch gewisse Kompetenzen und Freiräume für den Mitarbeiter abgeleitet werden – dies ist dann eine wichtige Aufgabe für die Führungskräfte.

Frage: Sie sprachen vorher einmal von Potentialausschöpfung. Würden Sie sagen, dass dies einen elementaren Teil Ihrer Arbeit darstellt?

 

Antwort: Potential muss ausgeschöpft werden – Uniformität hat in modernen Unternehmenskulturen keinen Platz. Ich denke da oft an so manche Vertriebsschulung zurück, die ich in meiner Vertriebslaufbahn so zu absolvieren hatte. Da stand immer ein gestandener und sicherlich auch erfolgreicher Vertriebsmitarbeiter oder Trainer  vorne und hat versucht uns seinen Verkaufsstil und sein Verkaufsverhalten aufzuzwingen. Das hat mich damals schon sehr befremdet, denn ich bin ich und habe meine eigene Art mit Kunden zu sprechen und mit Kunden zu arbeiten. Und jeder Kunde ist ja auch anders und einzigartig – und da soll ich mit immer den gleichen Sätzen und den immer gleichen Argumenten den Kunden überzeugen?

Frage: Dann fordern Sie aber schon einen intensiven Wandel und ein Umdenken in der Unternehmens- und Mitarbeiterführung. Aber kann man da noch Leistung messen?

 

Antwort: Ich möchte ja weg von dieser reinen leistungsbezogenen und an Umsatz gemessenen  Arbeit. Von dem her wäre es mir am liebsten,  wenn man den Mitarbeiter einfach auch mal laufen lassen würde. Ja, ich will einen Wandel, ich will eine Entwicklung. Viele Unternehmen haben heutzutage eine Unternehmensphilosophie oder eine Unternehmenskultur. Aber wenn Sie das mal so betrachten – die ist in der Regel starr und in Stein gehauen. Für mich ist eine Kultur etwas was sich bewegt, was sich verändert und entwickelt. Und genau das versuche ich in die Unternehmen hineinzutragen. Es gibt gewisse Wertevorstellungen die heute als gesetzt gelten (was auch sicherlich Sinn macht). Aber bei allem muss ich auch noch so viel Raum lassen, dass sich Werte und Vorstellungen auch verändern können um beispielsweise an sich verändernde Marktsituationen und Kundenbedürfnisse angepasst zu werden.

Frage: Welche Werte stehen für Sie im Vordergrund?

 

Antwort: Wertschätzung, Vertrauen, Kundenorientierung und Berechenbarkeit. Aber auch Selbstverantwortung, Klarheit und Transparenz.

 

Frage: Ist die Wertschätzung zufällig in Ihrer Auflistung an erster Stelle?

 

Antwort: Nun, die Antworten waren spontan und daher sicherlich nicht priorisiert. Aber es ist sicherlich kein Zufall, dass die Wertschätzung hier vorne steht. Wertschätzung bezeichnet ja die positive Bewertung eines anderen Menschen. Sie hat ihren Ursprung in einer allgemeinen inneren Haltung gegenüber anderen.

 

Die Wertschätzung betrifft das Wesen eines Menschen, sieht ihn somit als Ganzes. Wertschätzung sollte eher unabhängig von Taten oder Leistungen sein, wobei diese beiden Punkte die (subjektive) Einschätzung über eine Person und damit die Wertschätzung beeinflussen.

 

Wertschätzung ist verbunden mit Respekt und Wollwollen - und auch mit Anerkennung. Aus der Wertschätzung kommt dann das Interesse am Anderen und die Aufmerksamtkeit für sein Tun und Handeln.

 

Sie sehen also, dass die Wertschätzung ein Grundpfeiler im Wertegerüst ist, und von einer Führungskraft einfach erwartet werden kann und muss!

 

Frage: Aus dieser Wertevorstellung heraus - wie sollte Ihrer Meinung nach Führung von Unternehmen und Mitarbeitern aussehen?

 

Antwort: Ich habe kürzlich etwas gelesen: "Wer seine Mitarbeiter bewusst oder unbewusst auf Hierachie und Machtbeziehungen ausrichtet, erntet Bürokratie, Erstarrung und innere Kündigung. Wessen Unternehmen schneller, flexibler und robuster werden soll, muss seine Mitarbeiter auf die Kunden und den Markt ausrichten. Das macht Sinn. Das nennen wir Führung. Wer Sinn stiftet, der führt. Wer führt, der erntet Erfolg!"



Das kann ich nur dick unterstreichen! In der Führung Sinn zu stiften muss aus meiner Sicht heute Ziel und Ausrichtung jeder Führungskraft sein - denn Sinn macht Erfolg.

 

 

Information zum Fragesteller: Norbert  Glaab ist  Coach für den Gedanken-Fokus. Er hat der sowohl den westlichen Materialismus mit 33 Jahren beruflicher Erfahrung, als auch die östliche spirituelle Seite des Lebens erfahren. Mehr über Norbert Glaab, der bei Menschen das Herz an den rechten Fleck bringt, erfahren Sie hier.